Geschwisterkalb

Wir möchten die „Spielregeln“ für Kälber aus der Milchviehwirtschaft ändern: Artgerechte Tierhaltung, transparent und regional produzierte Lebensmittel in Bio-Qualität. Volle Verantwortung und Wertschöpfung beim Landwirt.

Aktuelles

Warum „behalten“ wir die Kälber nicht?

Wir haben 45 Kühe. Das bedeutet, dass im Jahr 45 Kälber auf unserem Hof geboren werden. Da wir ein Bioland-zertifizierter Betrieb sind, ist die Kälbermast ganz klar definiert. Die Kälber müssen Vollmilch von den Mutterkühen bekommen sowie Heu und Kraftfutter. Sie benötigen einen Stall und genügend Auslauf. Außerdem müssen Kälber in gleichaltrigen Gruppen gehalten werden. Das bedeutet allerdings, dass wir Stall und Auslauf gleich mehrfach benötigen. Da wir ein landwirtschaftlicher Betrieb, also ein wirtschaftendes Unternehmen sind, ist für uns der Verkauf der jungen Kälber gesehen die notwendige Wahl. Ein Kalb benötigt beispielsweise 1.200 Liter Vollmilch in seiner Säugezeit. Das bedeutet pro Kalb allein Kosten in Höhe von 600 €; nur für die Milch.

Das sind nur die von Bioland vorgeschriebenen Richtlinien. Wir selbst haben zusätzlich haben den Anspruch, dass die Kälber direkt an der Kuh trinken sollen und möglichst auch eine oder mehrere Kühe täglich zur Seite haben, als Kindergärtnerin sozusagen.

Diese Ansprüche können wir nicht umsetzen, da uns dafür die finanziellen Mittel fehlen. Im Moment ist es für uns wirtschaftlich sinnvoller die Kälber nach drei Wochen zu verkaufen und die Ressourcen zu nutzen für unsere Milchkühe, mit denen wir unser Geld verdienen. Diese wiederum bringen Kälber zur Welt, damit wir Milch bekommen. Ein Teufelskreis.

Warum wollen wir das nicht mehr?

Wir verkaufen die Kälber aus wirtschaftlichen Gründen. Als Tierhalter sehen wir uns jedoch in der Verantwortung für den Nachwuchs unserer Tiere. Es ist für uns nicht mehr tragbar, mit wie wenig Wertschätzung dieser Nachwuchs behandelt und gehandelt wird. Sowohl im Transport als auch in der Mast. Wir sind Teil des Problems, zum Glück aber auch Teil der Lösung! 

Milchviehwirtschaft bedeutet:
Kälber zu bekommen

Unsere Kühe bekommen Kälber, damit sie Milch produzieren. Etwa drei Wochen nach Geburt geben wir unsere Kälber in den Viehhandel, der wiederum die Kälber in Mastbetriebe verkauft. Ein Kalb ist nichts wert und wird im wahrsten Sinne des Wortes fast verschenkt. Die Kälbermast findet meistens im Ausland statt. Wir finden weder den Wert noch die Mastbedingungen und den Transport dahin in Ordnung. Besser gesagt: Weit entfernt davon, was wir selbst als artgerecht bezeichnen würden.

Warum „behalten“ wir die Kälber nicht?

Wir haben 45 Kühe. Das bedeutet, dass im Jahr 45 Kälber auf unserem Hof geboren werden. Da wir ein Bioland-zertifizierter Betrieb sind, ist die Kälbermast ganz klar definiert. Die Kälber müssen Vollmilch von den Mutterkühen bekommen sowie Heu und Kraftfutter. Sie benötigen einen Stall und genügend Auslauf. Außerdem müssen Kälber in gleichaltrigen Gruppen gehalten werden. Das bedeutet allerdings, dass wir Stall und Auslauf gleich mehrfach benötigen. Da wir ein landwirtschaftlicher Betrieb, also ein wirtschaftendes Unternehmen sind, ist für uns der Verkauf der jungen Kälber gesehen die notwendige Wahl. Ein Kalb benötigt beispielsweise 1.200 Liter Vollmilch in seiner Säugezeit. Das bedeutet pro Kalb allein Kosten in Höhe von 600 €; nur für die Milch.

Das sind nur die von Bioland vorgeschriebenen Richtlinien. Wir selbst haben zusätzlich haben den Anspruch, dass die Kälber direkt an der Kuh trinken sollen und möglichst auch eine oder mehrere Kühe täglich zur Seite haben, als Kindergärtnerin sozusagen.

Diese Ansprüche können wir nicht umsetzen, da uns dafür die finanziellen Mittel fehlen. Im Moment ist es für uns wirtschaftlich sinnvoller die Kälber nach drei Wochen zu verkaufen und die Ressourcen zu nutzen für unsere Milchkühe, mit denen wir unser Geld verdienen. Diese wiederum bringen Kälber zur Welt, damit wir Milch bekommen. Ein Teufelskreis.

Warum wollen wir das nicht mehr?

Wir verkaufen die Kälber aus wirtschaftlichen Gründen. Als Tierhalter sehen wir uns jedoch in der Verantwortung für den Nachwuchs unserer Tiere. Es ist für uns nicht mehr tragbar, mit wie wenig Wertschätzung dieser Nachwuchs behandelt und gehandelt wird. Sowohl im Transport als auch in der Mast. Wir sind Teil des Problems, zum Glück aber auch Teil der Lösung! 

Wie lautet unsere Lösung für das „Problem: Kälber in der Milchkuhhaltung“?

Wir haben uns gefragt: Ist es möglich, die Kälber zu behalten, nach unserem Bio-Standard zu mästen, zu schlachten und das Fleisch direkt zu vermarkten? Ist es dabei möglich alle Kosten zu decken, am besten sogar wirtschaftlich zu arbeiten und uns unabhängig zu machen von einem System, welches auf Kosten von Menschen und Tieren möglichst preiswert produzieren will?

Unsere Antwort ist: Ja. Wir möchten das gerne ausprobieren und umsetzen! Und dafür brauchen wir Sie.

Unsere Lösung ist das Projekt Geschwisterkalb. Wir würden die Kälber behalten, artgerecht und nach den Vorgaben des Bioland-Verbandes mästen und zu besten Lebensmitteln verarbeiten. Mit dem Respekt und Wert, den tierisches Leben verdient hat.

Und warum Geschwisterkalb? 

Nachdem wir bereits vor einiger Zeit unsere Legehennen aus dem Bruderhahn-Projekt bekommen haben und uns das Konzept begeistert und motiviert hat, haben wir uns bei der Namenswahl daran orientiert. Nur, dass wir nicht nur das Problem mit den Bruderkälbern, sondern auch mit den Schwesterkälbern haben. Also Geschwisterkalb.

Unsere Idee: Kalbfleisch in Bio-Qualität vom Tiggeshof

Wir bewirtschaften unseren Hof nach Bioland Richtlinien. Für unsere neu zu etablierende Kälbermast bedeutet das:

  • Wir füttern ausschließlich gentechnikfreies und selbst erzeugtes Futter
  • Wir füttern die Kälber mit Vollmilch, direkt von der Mutterkuh, für mindestens drei Monate
  • Die Kälber bekommen immer Zugang zu Heu für die gesunde Entwicklung des Pansens
  • Die Kälber werden in großen Boxen, in Gruppen gehalten
  • Wir verabreichen keine präventiven Antibiotika
  • Die Kälber bekommen Auslauf auf der Weide ab der 3. Lebenswoche 

Wir setzen uns mit Leidenschaft und Herzblut für unsere Arbeit und unsere Tiere ein. Für eine artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft und ein maximales Tierwohl. Für nachhaltig und ökologisch produzierte Lebensmittel. Für mehr Transparenz für den Verbraucher.

Bio-Kalbfleisch vom Tiggeshof:
Die Vorteile für Sie als Verbraucher

100% Transparenz.

Sie können sich vor Ort anschauen wie wir Ihre Lebensmittel produzieren!

100 % regional.

Das Tier legt keine langen Transportwege zurück. Es bleibt auf dem Betrieb, auf dem es geboren wird und muss lediglich zum Schlachter eine kurze Strecke transportiert werden, da eine Hofschlachtung (im Moment noch) nicht umsetzbar ist. Der Transport wird jedoch von uns getätigt und läuft so stressfrei wie möglich für die Tiere ab.

100% Bio-Qualität.

Durch die nach Bioland Richtlinien zertifizierte Aufzucht mit Vollmilch, Rohfaser und mit viel Bewegung entsteht ein tolles Produkt

Die Vorteile für uns als Landwirte

100% Verantwortung.

Wir können unserer Verantwortung für das Tier nachkommen und ihm ein artgerechtes Lebensumfeld bieten.

100 % Wertschöpfung.

 Unsere hochwertigen Produkte werden als solche betrachtet und entlohnt. Das Geld landet direkt bei uns. Lebensmittel werden wir nicht zur Discountware.

100% nachhaltig.

 Wir können wieder in gesunden Kreisläufen wirtschaften.

So können Sie uns bei diesem Projekt unterstützen

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Kaufen Sie bereits jetzt einen Gutschein für ein Kalbfleisch-Paket. 

T-Shirt kaufen

Wir haben coole T-Shirts und andere Produkte designed, die wirklich jeder haben sollte. 

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